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18/06/2026

Binance und MiCA: Warum du deine Krypto-Steuerdaten vor dem 1. Juli sichern solltest

Die MiCA-Übergangsfrist endet am 1. Juli 2026. Nach den jüngsten Berichten über eine mögliche Ablehnung der MiCA-Lizenz von Binance steigt für europäische Nutzer das Risiko, dass der Zugriff auf historische Transaktionsdaten komplizierter wird.

Die von Reuters am 16. Juni 2026 veröffentlichte Nachricht hat die Diskussion über die Zukunft von Krypto-Dienstleistungen in Europa erneut verschärft. Nach Angaben interner Quellen soll der Antrag von Binance auf eine MiCA-Zulassung in Griechenland voraussichtlich abgelehnt werden.

Die Situation ist noch nicht abschließend geklärt. Binance hat erklärt, mit den zuständigen Aufsichtsbehörden zusammenzuarbeiten, um einen geordneten Übergang sicherzustellen. Ein offizielles Update für alle betroffenen Kunden wird bis zum 30. Juni erwartet.

Trotzdem erhöht die Meldung die Unsicherheit für europäische Nutzer deutlich. Vor allem rückt sie eine Frist in den Mittelpunkt, die für Anbieter von Krypto-Dienstleistungen in der EU nicht mehr aufgeschoben werden kann: den 1. Juli 2026.

Was sich ab dem 1. Juli 2026 ändert und warum ESMA und BaFin relevant sind

MiCA, die europäische Verordnung über Märkte für Kryptowerte, ist keine neue Regelung, die plötzlich in Kraft tritt. Der Rechtsrahmen gilt bereits. Viele Anbieter konnten ihre Dienstleistungen bisher jedoch noch auf Grundlage nationaler Übergangsregelungen fortführen.

Diese Übergangsphase endet nun endgültig:

  • Nach Angaben der ESMA läuft die MiCA-Übergangsfrist EU-weit am 1. Juli 2026 aus. Ab diesem Zeitpunkt müssen Anbieter von Krypto-Dienstleistungen, die Kunden in der Europäischen Union bedienen, die Anforderungen der MiCA erfüllen und über die erforderliche Zulassung verfügen.

  • Für Deutschland ist BaFin die zuständige Aufsichtsbehörde. Entscheidend bleibt jedoch der europäische Rahmen: Krypto-Dienstleister, die keine MiCA-Zulassung erhalten haben, können ihre Dienstleistungen für EU-Kunden nach Ablauf der Übergangsfrist nicht einfach unverändert fortführen.

Die Abgrenzung wird damit deutlich klarer. Anbieter mit MiCA-Zulassung können ihre Dienstleistungen im regulierten Rahmen weiter anbieten. Anbieter ohne entsprechende Zulassung müssen ihre Leistungen einstellen, einschränken oder organisatorisch neu strukturieren.

Das operative Risiko: der Zugriff auf deine Transaktionshistorie

Während gesellschaftsrechtliche Fragen, Kundengelder und die weitere Abwicklung über die offiziellen Prozesse der jeweiligen Plattformen laufen, entsteht für Nutzer ein unmittelbares praktisches Problem, das häufig unterschätzt wird: der Zugriff auf die eigene Transaktionshistorie.

Wenn ein Exchange seine regulatorische Struktur ändert, eine andere rechtliche Einheit nutzt oder Dienstleistungen in einem bestimmten Land einschränken muss, kann auch der Zugriff auf historische Daten weniger verlässlich werden. Das betrifft nicht nur die Benutzeroberfläche, sondern auch API-Verbindungen, CSV-Exporte und offizielle Reports.

Für die deutsche Steuererklärung ist das ein kritischer Punkt. Der aktuelle Bestand in deinem Wallet oder auf deinem Exchange reicht nicht aus, um deine steuerliche Position korrekt zu bestimmen. Entscheidend sind Anschaffungsdatum, Anschaffungskosten, Veräußerungsdatum, Veräußerungswert, Gebühren und die vollständige Zuordnung jeder einzelnen Transaktion.

Nur mit diesen Daten lässt sich nachvollziehen, ob ein Vorgang steuerlich relevant ist, ob er unter die Regeln für private Veräußerungsgeschäfte fällt und ob die einjährige Haltefrist eingehalten wurde. Wenn der Zugriff auf die Plattform später eingeschränkt oder technisch verändert wird, kann die Rekonstruktion dieser Daten deutlich aufwendiger, ungenauer und schwerer belegbar werden.

Die Checkliste: Was du jetzt von deinem Exchange herunterladen solltest

Unabhängig davon, wie der Fall Binance ausgeht, bleibt die steuerliche Dokumentation deine eigene Verantwortung. Deshalb solltest du dich jetzt in dein Konto einloggen und deine Unterlagen lokal sichern, insbesondere wenn du eine Plattform nutzt, deren endgültige MiCA-Zulassung noch nicht geklärt ist.

Exportiere nach Möglichkeit sowohl CSV-Dateien als auch offizielle PDF-Reports zu folgenden Bereichen:

  • Spot-Trades und Konvertierungen: Käufe, Verkäufe und Krypto-zu-Krypto-Tausche;

  • Ein- und Auszahlungen: vollständige Historie von Fiat- und Krypto-Transfers;

  • Erträge und Rewards: Bewegungen aus Earn-Produkten, Staking, Cashback, Boni oder ähnlichen Programmen;

  • Derivate und komplexere Produkte: vollständige Historie zu Perpetuals, Optionen oder anderen derivativen Instrumenten, soweit du solche Produkte genutzt hast.

Wichtig ist dabei: Beschränke dich nicht nur auf die Daten für 2025 oder 2026. Wenn du dein Konto schon früher eröffnet hast, solltest du die vollständige Historie seit dem ersten Tag sichern. Für die deutsche Besteuerung kann ein Verkauf im aktuellen Steuerjahr von einem Anschaffungsvorgang abhängen, der mehrere Jahre zurückliegt. Ohne ursprüngliches Anschaffungsdatum und ohne Anschaffungskosten lässt sich weder die Haltedauer noch der steuerliche Gewinn zuverlässig bestimmen.

Warum CSV-Dateien allein nicht ausreichen und wie Finbooks hilft

Die Sicherung deiner Dateien ist der erste Schritt. Sie löst jedoch noch nicht das eigentliche Problem der steuerlichen Aufbereitung. Exportdateien von Exchanges sind häufig fragmentiert, nach Produktbereichen getrennt oder nur für begrenzte Zeiträume verfügbar.

Hinzu kommt ein zweites Problem, wenn du mehrere Exchanges oder private Wallets nutzt: Eine einzelne Plattform sieht nur die Vorgänge innerhalb ihres eigenen Systems. Eine Auszahlung von Binance auf deine eigene Wallet wird dort zunächst als Abgang erfasst. Steuerlich kann es sich jedoch um einen bloßen Transfer zwischen eigenen Wallets handeln, der für sich genommen keine Veräußerung darstellt. Wird dieser Vorgang nicht korrekt erkannt, kann das steuerliche Ergebnis verzerrt werden.

Für eine belastbare deutsche Steuerdokumentation müssen die einzelnen Datenquellen daher zusammengeführt, Transfers zwischen eigenen Wallets erkannt und steuerlich relevante Vorgänge von nicht steuerbaren Bewegungen getrennt werden.

Hier unterstützt dich Finbooks. Mit der Plattform kannst du:

  • die aus Binance und anderen Exchanges exportierten CSV-Dateien zentral importieren und zusammenführen;

  • Transfers zwischen deinen eigenen Wallets und Plattformen nachvollziehen, damit bloße Verschiebungen nicht fälschlich als steuerpflichtige Veräußerungen behandelt werden;

  • Anschaffungskosten, Veräußerungswerte, Gebühren und Haltedauern strukturiert aufbereiten;

  • einen nachvollziehbaren Steuerreport erstellen, den du für deine deutsche Steuererklärung prüfen oder mit deinem Steuerberater teilen kannst.

Der Übergang zum vollständigen MiCA-Regime am 1. Juli 2026 macht den europäischen Kryptomarkt stärker reguliert. Für Nutzer bedeutet das vor allem: Deine steuerlichen Daten sollten nicht erst dann gesichert werden, wenn der Zugriff auf eine Plattform bereits eingeschränkt oder verändert wurde.

Sichere deine Transaktionshistorie, bringe deine Krypto-Daten in Ordnung und erstelle deinen Steuerreport mit Finbooks.

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